Europäisches Parlament, Rat und Kommission haben sich auf eine weitere Reduzierung der SMS-Roaming-Tarife im Ausland geeinigt, berichtet help.orf.at.
Auf Vorschlag der EU-Kommission wird außerdem die seit zwei Jahren geltende Roaming-Verordnung, mit der die Gesprächskosten für Handytelefonate im EU-Ausland geregelt wurden, verlängert.
Für die Verbraucher werden die Gesprächskosten ab 1. Juli 2009 auf 43 Cent für Aktiv- und 19 Cent für Passivgespräche und ab 1. Juli 2010 auf 39 bzw. 15 Cent begrenzt.
Kompromiss bei Abrechnung
Bei der sekundengenauen Gesprächsabrechnung gibt es laut ÖVP-EU-Mandatar Paul Rübig einen Kompromiss: "Auf Großhandelsebene sollen die Gespräche künftig ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Für Verbraucher gilt bei aktiven Gesprächen ebenfalls eine sekundengenaue Taktung ab der ersten halben Minute, für angenommene Roaminggespräche jedoch bereits ab der ersten Gesprächssekunde". Damit würden die Kosten für die Konsumenten genauer überprüfbar, ist Rübig zufrieden.
SMS und Datenroaming
Kurzmitteilungen aus dem EU-Ausland werden ab dem 1. Juli 2009 für die Kunden mit maximal 11 Cent verrechnet. Beim Datenroaming gibt es laut Rübig keine Maximalpreise, die Unternehmen dürfen untereinander allerdings ab dem 1. Juli 2009 nicht mehr als einen Euro pro Megabyte verrechnen, dieser Maximalpreis sinkt im Jahr darauf auf 80 Cent und ab dem 1. Juli 2011 auf 50 Cent pro MB.
Die Verbraucher würden aber "ein breites Set an Transparenz- und Informationsmaßnahmen erhalten, mit denen sie ihren Verbrauch und die damit verbundenen Kosten klar im Blick behalten können", so Rübig.
(Quelle: help.orf.at)










