Seit der neuen EU-Roaming-Verordnung über die Begrenzung von Handy-Gebühren im Ausland sind die Telefonkosten deutlich gesunken. Doch mit der Mailbox lauern im Urlaubsparadies weiter Kostenfallen.
Bei Auslandsaufenthalten sollte die Handy-Mailbox daher besser ausgeschalten werden. Denn hier kostet nicht nur das Abhören der Nachrichten teures Geld, sondern bereits der bloße Empfang – und das gleich doppelt. Aufpassen muss man dabei vor allem in Nicht-EU-Ländern.
„Bedingte Rufumleitung“ zur Mailbox als Kostenschreck
Standardmäßig ist für Mobiltelefone eine so genannte „bedingte Rufumleitung“ zur Mailbox eingestellt. Das heißt, alle Anrufe werden zunächst durchgestellt, bei Nichtmelden können die AnruferInnen auf die Mailbox sprechen. Befindet sich der Angerufene in Österreich, fallen dabei nur für den Anrufer Kosten an. Im Ausland ist allerdings Vorsicht geboten, denn dann kostet die bedingte Umleitung doppelt: Das Telefonat wird zuerst ins Ausland und – wenn der Angerufene nicht abhebt, nicht erreichbar ist oder besetzt ist – wieder zurück nach Österreich zur Mailbox geführt. Den „doppelten Weg“ zahlt der Angerufene!
Vorsicht in Nicht-EU-Ländern
Der Empfang einer einminütigen Nachricht inklusive Abhören in beliebten Urlaubsländern wie z.B. Ägypten oder Tunesien kostet schnell einmal mehrere Euro. Innerhalb der EU ist der Empfang einer Mailbox-Nachricht dagegen ab dem 1. Juli 2010 kostenlos. Für das Abhören bezahlt der Kunde den Tarif für ein ausgehendes Gespräch. Bis zum 1. Juli 2010 dürfen die Mobilfunkbetreiber allerdings auch innerhalb der EU noch Entgelte für den Emfang einer Sprachnachricht verrechnen.
Weitere Infos und Tipps zur Verwendung der Sprachbox und der Rufumleitung im Ausland finden Sie auf Handywissen.at und der Website der RTR.
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