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Aktuelles Detail

Was ist „Sexting“?

„Sexting“ – zusammengesetzt aus „Sex“ und „Texting“ (engl. für das Senden von SMS) – beschreibt einen neuen, wachsenden Trend: Jugendliche fotografieren sich nackt und verschicken die Fotos per Handy.

Sich einmal wie Paris Hilton nackt vor der Kamera räkeln oder wie David Beckham in knappen Shorts posieren – immer mehr Jugendliche machen von sich selbst oder anderen erotische Fotos bzw. Nacktaufnahmen und versenden diese per Handy an FreundInnen und Bekannte. Oft landen die Bilder auch im Internet, z.B. in Sozialen Netzwerken oder Foto-Communitys, und werden von dort an ein großes Publikum verbreitet.

 

In vielen Fällen werden die anzüglichen Bilder vorerst „nur“ zwischen Pärchen oder besten FreundInnen verschickt, z.B. als eine Art Liebes- oder Freundschaftsbeweis oder zum Flirten. Wenn die Beziehungen oder Freundschaften aber in die Brüche gehen, landen einige der Fotos aus Rache auf diversen Handys bzw. öffentlich im Web oder werden zur Erpressung verwendet.

Es gibt kein „Safer Sexting“!

Sind solche Bilder einmal in Umlauf gebracht, besteht jedenfalls so gut wie keine Möglichkeit mehr, deren Verbreitung zu stoppen. Auch wenn Fotos im Internet z.B. nur für „FreundInnen“ freigegeben sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese in falsche Hände geraten. So können einmal verbreitete Aufnahmen auch Jahre später wieder auftauchen und künftigen beruflichen Karrieren und privaten Beziehungen massiv schaden. Zudem ist das Verbreiten und Veröffentlichen erotischer Fotos Minderjähriger illegal (siehe dazu § 207a StGB - Pornografische Darstellungen Minderjähriger) und kann rechtliche Konsequenzen haben.

Tipps für Eltern

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind aufrichtig über die möglichen negativen Folgen von „Sexting“.
  • Erinnern Sie Ihr Kind daran, zuerst nachzudenken, bevor sie Persönliches von sich weitergeben.
  • Erklären sie ihm, dass das Verbreiten und Veröffentlichen pornografischer Fotos Minderjähriger illegal ist.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Regeln für die Handy- und Internetnutzung – was ist okay, was ist nicht okay. Beachten Sie, dass Regeln nur wirksam sind, wenn Kinder und Jugendliche die Regeln verstehen und deren Berechtigung akzeptieren.
  • Reagieren Sie nicht über, wenn Sie erfahren, dass Ihr Kind mit „Sexting“ zu tun hatte. Ein Handyverbot ist meist kein Ausweg – entscheidend ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema.
  • Kontrollieren Sie das Handy Ihres Kindes nicht heimlich. Damit würden Sie das Vertrauensverhältnis verletzen und die wichtige Gesprächsbasis gefährden.



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