Smartphones erfreuen sich nicht nur bei Erwachsenen zunehmender Beliebtheit. Auch Kinder entdecken die vielen Vorteile der Geräte, und können sich dabei vor allem für Apps begeistern. Das sind kleine Programme die aus dem Internet auf das Handy geladen und dort genutzt werden können. Worauf Sie als Elternteil im Umgang mit Apps achten sollten, erfahren Sie hier.
Auswahl geeigneter Spiele
Die meisten Anbieter von Apps haben eigene Kategorien für Kinder. Werfen Sie einen Blick auf die am häufigsten geladenen Spiele und berücksichtigen Sie dabei auch Bewertungen und Altersangaben. Besonders geeignet sind Quizzes, Gehirn-Trainings oder Zeichenprogramme. Diese machen Kindern Spaß und haben dabei gleichzeitig einen Lerneffekt. Wenn Sie sich für eine App entschieden haben, testen Sie diese zuerst selbst. Können Sie bei kostenlosen Versionen wirklich alle Funktionen nutzen? Immer wieder sind Gratis-Spiele so gestaltet, dass man im kostenlosen Modus nur langsam vorwärts kommt. Testen Sie auch, ob die App wirklich anwenderfreundlich ist. Bei langen Ladezeiten verlieren Kinder das Interesse. Apps die nicht diesen Kriterien entsprechen, sollten Sie gleich wieder löschen.
Kostenkontrolle
Apps sind in der Regel nicht teuer. Wer viele Apps gleichzeitig testet, kann allerdings leicht den Überblick über die Kosten verlieren. Tipp: Deaktivieren Sie In-App-Verkäufe (englisch: In-App-Purchase). Damit sind Einkäufe während eines Spiels von vorneherein ausgeschlossen. Die meisten Apps verbinden sich mit dem Internet. Deshalb sollten Sie Spiele vor allem dann nutzen, wenn Sie in einem kostenlosen W-LAN surfen. Begrenztes Datenvolumen und Daten-Roaming können hier schnell zu hohen Kosten führen. Manche Spiele werben mit kostenlosem, virtuellem Geld („Free Cash“). Ein Beispiel: die App verbindet sich mit dem persönlichen Facebook-Account, und zeigt im Profil an, welche Spiele gerade gespielt werden. Überlegen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam, ob das erwünscht ist. Manchen Kindern ist es eher peinlich, wenn die Facebook-Freunde sehen, welche Spiele es spielt.
Tipps zum sicheren Umgang mit Apps
Bei vielen Apps können Sie beim erstmaligen Laden Einstellungen vornehmen. Dazu gehört die Einstellung „Aktuellen Ort verwenden“. Diese macht Sinn, wenn es sich um eine Navigationsanwendung handelt (z.B. Straßenkarte) ansonsten sollten sie diese deaktivieren. Push-Nachrichten werden in erster Linie für Werbung genutzt, und sind daher nicht zu empfehlen. Bei Pop-Up Fenstern sollten die Kinder immer nachfragen, bevor sie eine Auswahl treffen. Apps regelmäßig auszumisten, und alles was nicht mehr benötigt wird zu löschen, ist zwischendurch immer wieder empfehlenswert.
Weiterführende Links:
- Internet Ombudsmann - bei Fragen und Problemen rund um App- oder In-App-Käufe
- Infoblatt (1,19 MB) vom Internet Ombudsmann zum Thema Apps
- Empfehlungen für Apps: kinderapps.info, iphonekinderapps.de, facebook.com/KinderApp
- Englischsprachige Apps: theiphonemum.com, iphone4kids.net,
- iTunes: Apps4Kids, Moms with Apps
- Handykinderkodex: Informationsblätter für Schüler/innen, Eltern und Lehrer










