- Vertrags- oder Wertkartenhandy?
- Wie wähle ich den geeignetsten Mobilfunkbetreiber und Handytarif?
- Was versteht man unter „Taktung“?
- Wie kann ich die Tarife verschiedener Mobilfunkbetreiber vergleichen?
- Wie kann ich hohe Handykosten verhindern?
- Was kann ich gegen unerwünschte Mehrwertdienste unternehmen?
- Wie kann ich beim Handytelefonieren im Ausland Kosten sparen?
- Was ist bei der Mobilbox im Ausland zu beachten?
- Wie kann ich günstig mit dem Handy ins Ausland telefonieren?
- Was ist beim Bezahlen mit dem Handy zu beachten?
- Wohin kann ich bei einem Streit- oder Beschwerdefall wenden?
- Welche Beratungsangebote gibt es bei Handyschulden?
Mit einem Vertragshandy zahlen Sie ein fixes monatliches Grundentgelt und sind auf bestimmte Dauer (meistens 24 Monate) an einen Mobilfunkanbieter gebunden. Dafür sind die Gesprächstarife günstiger als bei Wertkartenhandys.
Vorteile eines Vertragshandys:
- günstigere Gesprächstarife
- mehr Services (z.B. Konzertkarten oder Bahntickets per SMS kaufen)
Nachteile eines Vertragshandys:
- monatliches Grundentgelt
- Bezahlung im Nachhinein
- Sie sind eine bestimmte Zeit vertraglich an einen Mobilfunkanbieter gebunden (meistens 24 Monate)
Ein Wertkartenhandy (auch Prepaid-Handy genannt) ist eine gute Lösung, wenn Sie Ihre Handykosten limitieren möchten oder generell wenig telefonieren. Sie können nur so viel telefonieren, wie Sie vorher an Guthaben aufgeladen haben. Wenn das Guthaben der Wertkarte aufgebraucht ist, können Sie nur mehr angerufen werden – bis Sie eine neue Wertkarte kaufen. Sie müssen je nach Anbieter innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. 12 Monate) Ihr Guthaben wieder aufladen, ansonsten wird das Handy bis bis zum Wiederaufladen gesperrt. Oft ist es auch so, dass nach einem längeren Zeitraum ohne Aufladen (z.B. 15 Monate) die SIM-Karte deaktiviert wird. Den Stand des Guthabens können Sie telefonisch oder per SMS abfragen.
Vorteile eines Wertkartenhandys:
- volle Kontrolle über die Kosten
- kein monatliches Grundentgelt
- Bezahlung im Vorhinein
Nachteile eines Wertkartenhandys:
- Sie können nicht mehr telefonieren, wenn die Karte leer ist (aber trotzdem angerufen werden)
- höhere Tarife
- damit die Gültigkeitsdauer Ihrer SIM Karte verlängert wird, müssen Sie meist einen Mindestbetrag im Jahr aufladen
Einige österreichische Mobilfunkanbieter bieten eine Kostenkontrolle bei Vertragshandys. Ab einem zuvor gewählten Wert ist Ihr Handy für ausgehende Telefonate, SMS, MMS, Daten und andere kostenpflichtige Services gesperrt. Sie sind aber weiter erreichbar. Informieren Sie sich über die Möglichkeit der Kostenkontrolle bei Ihrem jeweiligen Mobilfunkbetreiber!
Mehrwertdienste sind Dienstleistungen, die über die reine Verbindungsleistung hinausgehen und auf der Handyrechnung zusätzlich verrechnet werden. Beispiele: Klingeltöne, Logos, Spiele, Horoskope, Wetter, TV-Votings oder Erotikdienste. Bei Mehrwert-SMS handelt es sich um kostenpflichtige Kurznachrichten, die an eine 08xx oder 09xx Nummer gesendet werden. Gegen Gebühren werden Handylogos, Klingeltöne, Singlechats und ähnliche Dienste angeboten. Die Abrechnung erfolgt entweder pro gesendeter SMS, etwa bei Gewinnspielen, Flirtdiensten und Klingeltönen, oder pro empfangener Nachricht, z.B. bei Abonnements von Nachrichten. Aber auch durch den Anruf bei einer Mehrwertnummer können bestellpflichtige Dienste angefordert werden. Erkennen können Sie solche Mehrwertdienste an den Anfangsziffern ihrer Rufnummern: 0810, 0820, 0821, 0828, 0900, 0901, 0930, 0931, 0939 und 118.
In Österreich sind die Mehrwertdienste gesetzlich mit der Kommunikationsparameter-, Entgelt- und Mehrwertdiensteverordnung (KEM-V) geregelt.
Weiterführende Links:
- BMSK: Übersicht der Mehrwertnummern
- BMSK: Folder Mehr Wert für wen?
- Saferinternet.at: Schulpaket Erst denken, dann klicken. Kap 6 "Kauf mit dem Handy - Klingelton, SMS & Co"
- RTR: Kommunikationsparameter-, Entgelt- und Mehrwertdiensteverordnung (KEM-V)
- RTR: Rufnummernsuche
Am 1. Juli 2009 ist die Erweiterung der EU-Roaming-Verordnung, die neue Gebühren-Obergrenzen für die Nutzung mobiler Sprachdienste im Ausland vorsieht, in Kraft getreten. Neben dem seit Sommer 2007 eingeführten "Eurotarif" für mobile Sprachdienste müssen Mobilfunkbetreiber nunmehr auch einen "Euro-SMS-Tarif" anbieten. Die neuen Regelungen gelten bis 30. Juni 2012 für alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Konkret bedeutet der "Eurotarif", dass Sie ein Telefonat aus einem EU-Land nach Österreich (aktive Gebühren) maximal 43 Cent pro Minute kosten darf. Auch die passiven Gebühren werden billiger: Wenn Sie im Ausland angerufen werden, kann Ihr Mobilfunkbetreiber maximal 19 Cent pro Minute verrechnen. Außerdem werden ausgehende Roaminganrufe von nun an nicht mehr pro Minute, sondern nach den ersten 30 Sekunden sekundengenau abgerechnet. Eingehende Anrufe müssen ab der ersten Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Weitere Senkungen des "Eurotarifs" erfolgen am 1. Juli 2010 auf 39 bzw. 15 Cent und schließlich am 1. Juli 2011 auf 35 bzw. 11 Cent (jeweils pro Minute, exkl. MwSt).
Der "Euro-SMS-Tarif" regelt die Obergrenzen für den SMS-Versand im Ausland: Wenn Sie eine SMS verschicken, darf das maximal 11 Cent (exkl. MwSt) kosten. Für das Empfangen von SMS dürfen Mobilfunkbetreiber keine Entgelte mehr verrechnen. Darüber hinaus können Urlauber und Geschäftsreisende nun günstiger EU-weit per Mobilfunk im Web surfen - pro übertragenem Megabyte gilt eine Preisobergrenze von 1 Euro. In den kommenden beiden Jahren soll die Preisobergrenze für Datendienste weiter fallen: 2010 auf 80 Cent und 2011 auf 50 Cent.
SMS-Tarifinfo ab 1. Juli 2009:
Das seit 30. September 2007 obligatorische Informations-SMS, das Ihr Mobilfunkbetreiber jedes Mal unmittelbar nach Grenzübertritt und Einbuchen in ein Netz eines EU-Mitgliedstaates an Sie schicken muss, muss seit 1. Juli 2009 folgende Informationen beinhalten: die maximal anfallenden Entgelte für aktive und passive Telefonate, die maximal anfallenden Entgelte für Roaming-SMS, die Europäische Notrufnummer 112 sowie eine kostenlose Service-Rufnummer zur Abfrage ausführlicherer Informationen.
Kostenkontrollfunktion ab 1. März 2010:
Ab 1. März 2010 muss Ihnen Ihr Mobilfunkbetreiber eine Kontrollfunktion für die Nutzung von regulierten Datenroamingdiensten zur Verfügung zu stellen. Sie können sich dabei für einen bestimmten Höchstbetrag entscheiden, nach dessen Erreichen die Versorgung mit Datenroamingdiensten sowie die Verrechnung von Entgelten dafür eingestellt wird. Diese Funktion soll Roamingkunden ermöglichen, einen Überblick über die durch Datenroaming verursachten Kosten zu bewahren und vor Anfall überraschend hoher Kosten schützen.
Weiterführende Links:
- Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (RTR): Roaming in der Europäischen Union
- Europäische Kommission: Infos & Übersicht zu Auslandsroaming-Gebühren
Ja, einmal pro Abrechnungszeitraum ist Ihnen der Einzelgesprächsnachweis vom Mobilnetzbetreiber kostenlos bereit zu stellen.
Dies gilt auch für Wertkartenhandys. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie sich als KundIn authentifizieren. Die Authentifizierung muss ebenfalls kostenlos sein.
Weiterführender Link:
- Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (RTR): Einzelentgeltnachweisverordnung
Bezahlen mit dem Handy ist eine Zahlungsart und wird auch Handy-Payment, Mobile Payment, M-Payment, Handypay, Webbilling oder Shortpay genannt. Gemeint sind hiermit alle Arten der Bezahlung, die über das Handy abgewickelt werden – also z.B. auch die Bezahlung für einen Klingelton über die Telefongebühren.
Siehe auch: Was sind Mehrwertdienste?
Bei einer anderen Form des Handy-Payment zahlt man für Inhalte, die man im Internet nutzen will, über die Handyrechnung oder das Wertkarten-Guthaben. Dazu wird man im Internet aufgefordert, seine Mobilnummer einzugeben. Dann bekommt man per SMS eine PIN-Nummer zugeschickt. Gibt man auch diese PIN im Internet ein, schließt man einen Vertrag ab. Für die Nutzung der Website werden dann über das Handy Kosten abgebucht. Entweder zahlt man einen einmaligen Betrag oder man schließt ein Abo ab und zahlt langfristig.
Bei manchen Mobilfunkbetreibern können Sie mit Ihrem Vertragshandy ohne Eingabe von Passwörtern und Codes Eintrittskarten für Konzerte, Kino, Zugtickets, Blumengrüße etc. per Handy (via SMS, WAP etc.) bestellen. Die Verrechnung erfolgt über die monatliche Handyrechnung.
Für Vertrags- wie auch für Wertkartenhandys besteht die Möglichkeit sich bei einem Betreiber für "Finanztransaktionen per Handy" (z.B. paybox austria AG) registrieren zu lassen. Damit ist es mit einem Handy möglich, im Internet oder am Automaten zu bezahlen, Geld an jemanden anderen zu senden etc. Die Abrechnung erfolgt hierbei mittels Lastschrifteinzug oder Einzugsermächtigung von Ihrem Girokonto. Für die Freigabe einer Transaktion ist die Eingabe eines PIN-Codes erforderlich.
(Quelle: handysektor.de: Handy Payment)
Vorteile und Nachteile von Vertrags- und Wertkartenhandys:
Vetragshandys | Wertkartenhandys | |
|---|---|---|
Vorteile | + günstigere Gesprächstarife + mehr Services (z.B. Konzertkarten und Bahntickets per SMS kaufen) | + volle Kontrolle über die Kosten + kein monatliches Grundentgelt + Sie bezahlen im Vorhinein |
Nachteile | - monatliches Grundentgelt - Sie bezahlen im Nachhinein - mit einem Vertragshandy müssen Sie für eine bestimmte Zeit bei einem Mobilfunkanbieter bleiben (meistens 24 Monate) | - Sie können nur telefonieren bis die Karte leer ist (aber trotzdem angerufen werden) - höhere Tarife - Damit die Gültigkeitsdauer auf Ihrer SIM-Karte verlängert wird, müssen Sie meist einen Mindestbetrag im Jahr aufladen |
(Quelle: Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien/mobilkom austria: Handy-Guide)
Wertkartenhandys sind gerade für Kinder und Jugendliche zur Kostenkontrolle zu empfehlen. Auch dann, wenn Sie nur sehr selten telefonieren oder vor allem angerufen werden, ist ein Wertkartenhandy sinnvoll. Wenn Sie viel Zeit im Ausland verbringen und dort telefonieren, hilft eine Wertkarte oder ein Wertkartenhandy eines Mobilfunkbetreibers im jeweiligen Land Kosten zu sparen.
Weiterführender Link:
- Arbeiterkammer-Studie: "Mobilfunk & Jugendschutz" (Nov. 2006, PDF-Datei 90 KB)
Die Mobilfunkbetreiber bieten zahlreiche verschiedene und sich laufend ändernde Tarifmodelle. Die große Auswahl macht es schwierig, den günstigsten Tarif zu finden. Sie müssten vorab schon genau wissen mit wem, wann und wie lange Sie telefonieren.
Die wichtigsten Kriterien und Tipps für Ihre Entscheidung:
- Bei welchem Mobilfunkanbieter sind die meisten Familienmitglieder und FreundInnen?
- Vertrags- oder Wertkartenhandy?
- Wie hoch ist der Erstanmeldepreis und wie hoch sind die einmaligen Freischaltkosten?
- Wie lange ist die Bindungsdauer des Vertrags?
- Wie ist die Taktung des Tarifs? Siehe auch: Was versteht man unter "Taktung"?
- Welche aktuellen Tarifangebote gibt es?
- Das Kleingedruckte: Mindestumsätze, Bedingungen für Gratis-SMS etc.
- Unterstützt der Mobilfunkanbieter alle Dienste, die ich nutzen möchte?
Siehe auch: Wie kann ich die Tarife verschiedener Mobilfunkbetreiber vergleichen?
Die österreichischen Mobilfunkanbieter im Überblick:
- A1 www.a1.net
- T-Mobile www.t-mobile.at
- Orange www.orange.at
- tele.ring www.telering.at
- Drei www.drei.at
- Tele2mobil www.tele2mobil.at
- Bob www.bob.at
- yesss! www.yesss.at
- Schwarzfunk www.schwarzfunk.at
- eety www.eety.at
- eTel www.etel.at
In dieser Liste sind auch so genannte "virtuelle Mobilfunkbetreiber" angeführt, die über kein eigenes Mobilfunknetz verfügen.
Weiterführender Link:
- Arbeiterkammer Wien: AK Tarifwegweiser Mobiltelefonie (pdf)
Telefonate mit dem Handy werden nicht sekundengenau abgerechnet. Egal ob Sie 10 Sekunden oder 50 Sekunden telefonieren – in vielen Fällen zahlen Sie gleich viel. Grund dafür ist die „Taktung“ von Handytarifen. Demnach zahlen Sie für jedes begonnene Gesprächsintervall; diese haben meistens eine Dauer von 30 oder 60 Sekunden. Oft dauert der erste Takt eines Gesprächs länger als die folgenden. D.h. es werden zum Beispiel die ersten 60 Gesprächssekunden und anschließend alle begonnen 30 Sekunden voll verrechnet. In diesem Fall spricht man von einer 60/30 Taktung. Diese Taktung wird mittlerweile bei vielen angebotenen Tarifen angewendet, ansonsten 30/30.
(Quelle: Arbeiterkammer Wien: Ausmaß der Änderungen in der Abrechnungstaktung 2005 - 2006)
KonsumentenschützerInnen fordern eine sekundengenaue Abrechnung von Handytelefonaten, da dabei nur soviel zu zahlen wäre, wie auch tatsächlich telefoniert wird.
Weiterführender Link:
Auf den folgenden Websites finden Sie vergleichende Tarifinformationen:
- Arbeiterkammer Wien: Handy-Tarifrechner und Tarifwegweiser Mobiltelefonie
- Tarifecheck - http://www.tarifecheck.at
- Handy-Tarife - http://www.handy-tarife.at
- Billiger telefonieren - http://www.billiger-telefonieren.at
- Bewusstes Telefonverhalten: Berücksichtigen Sie beim Telefonieren die unterschiedlichen Kosten Ihres Tarifs in verschiedene Handynetze. Und natürlich gilt: Wer mehr telefoniert, hat eine höhere Handyrechnung.
- Wählen Sie den für Ihre Bedürfnisse bzw. die Ihres Kindes günstigsten Mobilfunkanbieter und Tarif. Siehe auch: Wie wähle ich den geeignetsten Mobilfunkbetreiber und Handytarif?
- Gerade für Kinder ist die Verwendung von Wertkartenhandys oder Vertragshandys mit Kostenlimit sinnvoll, um die Kosten zu begrenzen.
- Achten Sie besonders auf Mehrwertnummern. Siehe auch: Was sind Mehrwertdienste? und Was kann ich gegen unerwünschte Mehrwertdienste unternehmen?
- Beim Telefonieren im Ausland fallen oft unterschätzte Zusatzkosten an. Siehe auch: Wie kann ich im beim Handytelefonieren im Ausland Kosten sparen?
- Vorsicht bei angeblichen Gratis-Angeboten, zum Beispiel von SMS! Auf Websites wird immer wieder der vermeintlich "kostenlose" Versand von SMS angeboten. Achtung: Es häufen sich die Fälle, in denen sich Kinder registrieren, das Kleingedruckte überlesen und eine hohe Rechnung ins Haus flattert. Detaillierte Tipps dazu finden Sie auf der Website des Internet Ombudsmann.
- Das mobile Surfen im Internet wird nicht nur immer beliebter, sondern kann auch unerwartet hohe Kosten verursachen. Seit 1. März 2010 hat man die Möglichkeit, eine kostenlose Warnfunktion mit einem festgesetzten Höchstbetrag für Datenroamingdienste bei jedem Betreiber innerhalb der Europäischen Union zu aktivieren (mehr dazu).
Weiterführende Links:
- Arbeiterkammer Wien: Informationen für Konsumenten - Menüpunkt Telefon
- RTR: Tipps und Tricks für Konsumenten
Ein Beispiel für unerwünschte Mehrwertdienste: Ihr Kind möchte einen Klingelton bestellen. Aus mangelnder Sorgfalt oder weil der Anbieter der Klingeltöne es verheimlicht hat, wird irrtümlich aber nicht nur ein einziger Klingelton bestellt, sondern gleich ein ganzes Abonnement.
Wiederkehrende Abo-SMS müssen jederzeit kostenfrei abbestellt werden können. Senden Sie dazu das Kennwort "Stopp" an den Serviceanbieter. Beeinspruchen Sie ggf. alle weiteren Rechnungsbeträge bei Ihrem Mobilfunkanbieter schriftlich und fristgerecht.
Sie haben aber auch das Recht, einmal pro Jahr kostenslos generell alle abgehenden als auch einlangenden SMS-Mehrwertdienste sperren zu lassen. Das gleiche gilt auch für Mehrwertdienst-Sprachverbindungen. Allerdings sollte man dem Betreiber gegenüber klar zum Ausdruck bringen, ob Sprach- und SMS-Mehrwertdienste gesperrt werden sollen oder nur eine der beiden Diensteformen.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Sperre der betreffenden Mehrwertnummer über www.sms-sperre.at. Das geht so: Geben Sie auf www.sms-sperre.at einfach Ihre Rufnummer und die Nummer des jeweiligen Mehrwertdienstes ein. Im Anschluss erhalten Sie per SMS einen Code zugesandt. Wenn Sie diesen Code auf www.sms-sperre.at eingeben, wird die Mehrwertnummer für Ihr Handy gesperrt. Der Vorteil dieses Dienstes ist, dass Sie einzelne Mehrwertnummern sperren lassen können.
Weiterführende Links:
Internet Ombudsmann: Mehrwert SMS Empfangssperre
AK.portal: Tipps und Hilfe zum Thema Unerbetene SMS
Beim Telefonieren im Ausland werden nach Erfahrung von Konsumentenschutz-
einrichtungen immer wieder die Roaming-Entgelte unterschätzt. Unter "Roaming" versteht man die Verwendung fremder, zumeist ausländischer Netze für die Nutzung von Mobilfunkdiensten.
Die wichtigsten Tipps zum Kostensparen im Urlaub:
- Netzwahl nicht dem Handy überlassen: Das Handy wählt automatisch den Mobilfunkbetreiber mit dem stärksten Netz; dieser muss aber nicht immer auch der billigste sein. Deshalb: Recherchieren Sie, welcher Anbieter im Ausland für Sie der billigste ist (z.B. mit "Handys unter Palmen" der Arbeiterkammer) und programmieren Sie diesen schon zuhause ein. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung ihres Handys.
- Achtung: Passivgebühren! Im Ausland fallen auch Kosten für ankommende Gespräche aus Österreich an. Anrufer und Angerufener teilen sich die Kosten, da dem Anrufer gar nicht bewusst sein muss, dass der Angerufene gerade im Ausland weilt. Der Anrufer zahlt den nationalen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz. Der Angerufene trägt die Kosten für die Weiterleitung des Gesprächs von Österreich in sein Urlaubsdomizil (Passivgebühr) – und das kann mitunter ziemlich teuer werden.
- Bei einem Handyanruf aus dem Ausland nach Hause wird der Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag berechnet. Achtung: Im Ausland gelten teilweise völlig andere Haupt- und Nebenzeiten. Durch Verlagerung der Gespräche in die Abendstunden kann manchmal gespart werden.
- Wesentliche Kosteneinsparungen kann man durch die Verwendung von SMS statt Telefonaten erzielen. Insbesondere kann man dadurch auch die teilweise erhobene Zusatzgebühr in Form von "Verbindungsaufbauentgelten" (z.B. in Italien und Spanien) vermeiden.
- Anrufe per Handy im Ausland zu einem Festnetzanschluss im selben Land werden mit dem sogenannten "Gastroamingpreis" des ausländischen Netzbetreibers für Inlandsgespräche vergebührt. Dieser Preis kann von den Inlandstarifen des Gastnetzbetreibers für eigene KundInnen deutlich abweichen.
- Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im Ausland zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers, der Empfänger der Nachricht die Passivgebühren seines Betreibers für ankommende Gespräche.
- Überlegen Sie bei längeren Auslandsaufenthalten den Kauf einer lokalen (ausländischen) SIM-Karte. Mit dieser lässt es sich wesentlich günstiger telefonieren. Zu beachten ist aber, dass man dann auch eine neue, ausländische Rufnummer hat und unter der österreichischen Mobilnummer (momentan) nicht erreichbar ist. Um eine ausländische SIM-Karte mit Ihrem österreichischen Mobiltelefon verwenden zu können, darf dieses keinen "SIM-Lock" (oft sind österreichische Mobiltelefone nämlich für alle Netze außer für das "Heimatnetz" gesperrt) haben.
- Es muss nicht immer das Handy sein: Gerade für aktive Telefonate gibt es eine Reihe von kostengünstigen Alternativen. Benützen Sie im Ausland Call Shops oder öffentliche Sprechstellen. Wenn man einen geeigneten und kostengünstigen Internetanschluss zu Verfügung hat (z.B. in einem Hotel, Internetcafé), können auch Voice-Over-IP-Services eine sinnvolle Alternative zum Handy sein.
- Die Mobilfunkbetreiber bieten auch verschiedene Formen von Tarifzonensperren an. Dadurch kann das Telefonieren auf bestimmte Tarifgruppen (z.B. nur Inland) eingeschränkt werden.
(Quelle: Arbeiterkammer: Tipps fürs Telefonieren im Ausland, RTR: Tipps für Mobiltelefonierer - Roaming)
Siehe auch: Was ist bei der Mobilbox im Ausland zu beachten?
Siehe auch: Was ist beim mobilen Internetzugang im Ausland zu beachten?
Weiterführende Links:
- Handy-Rechner der Arbeiterkammer: "Handys unter Palmen"
- RTR: Tipps für Mobiltelefonierer - Roaming
- Europäische Kommission: Tipps & Infos zum günstigen Auslandsroaming
Bei Auslandsaufenthalten kann besonders die Rufumleitung zur Mailbox sehr kostspielig werden. Es gibt typischerweise folgende Möglichkeiten, die Mailbox zu programmieren:
- Mailbox nicht aktiviert: Der Anrufer wird unter keinen Umständen auf die Mailbox umgeleitet. Da der Anrufer keine Nachricht hinterlassen kann, entstehen für beide Seiten keine Kosten.
- Unbedingte Umleitung zur Mailbox: Alle einlangenden Anrufe werden zur Mailbox weitergeleitet. Sie zahlen dafür nichts, sind aber nicht erreichbar. Für das Abrufen der Mailbox im Ausland fallen Roaming-Entgelte an.
- Bedingte Umleitung zur Mailbox (Umleitung bei Nichtmelden, bei Nichterreichbarkeit, bei Besetztzeichen – der übliche Fall): Der Anruf wird zunächst in das Netz geleitet, in dem Sie sich befinden. Wenn Ihr Handy nicht erreichbar ist, wird der Anruf wieder zur Mailbox (nach Österreich) zurückgeleitet und der Anrufer kann eine Nachricht hinterlassen.
Befinden Sie sich in Österreich, ist die bedingte Umleitung die praktischste Variante. Alle Anrufe werden zunächst zu Ihrem Handy durchgestellt. Wenn Sie nicht erreichbar sind, können die Anrufer auf die Mailbox sprechen. Kosten fallen dabei nur für den Anrufer an. Sind Sie aber im Ausland, ist Vorsicht geboten, denn dann kostet die bedingte Umleitung doppelt. Das Telefonat wird ins Ausland und – wenn Sie nicht abheben, nicht erreichbar sind oder besetzt ist – wieder zurück nach Österreich zur Mailbox geführt. Den "doppelten Weg" zahlen Sie.
Um derartige Kosten zu vermeiden, ist es bei einem Auslandsaufenthalt ratsam, nach Möglichkeit nicht die bedingte Umleitung zu verwenden. Auch wenn Sie die Mailbox deaktiviert haben, können Nachrichten hinterlassen werden, indem der Anrufer eine andere Nummer wählt. Mit derselben Rufnummer und unter Eingabe eines Zugangscodes (z.B. in den Kaufunterlagen enthalten) kann die Mailbox auch – z.B. vom Festnetz aus – abgerufen werden. (Quelle: RTR: Tipps für Mobiltelefonierer - Roaming)
Mobilbox-Abfrage auch ohne Handy:
Falls Sie Ihre Mobilbox aus dem Ausland abfragen möchten, dürfen Sie nicht auf das vom Provider erhaltene Mobilbox-Passwort vergessen. Möglicherweise müssen Sie das Passwort vor der Abreise noch aktivieren. Sie müssen diesen Code nach Anwahl der Mobilbox eintippen, um Zugang zu den Nachrichten zu bekommen. Die Abfrage ist nicht nur via Handy, sondern im In- und Ausland von jedem Telefon aus möglich. Dazu müssen Sie lediglich ein bis zwei Ziffern zusätzlich eintippen bzw. eine Ziffer verändern:
- A1: +43/664/77/(Ihre Rufnummer)
- T-Mobile: +43/676/22/(Ihre Rufnummer)
- Orange: +43/699/(erste Stelle Ihrer Rufnummer durch 3 ersetzen)
- tele.ring: +43/650/11/(Ihre Rufnummer)
- 3: +43/660/33/(Ihre Rufnummer)
- Tele2: +43/699/85/(die letzten 6 Ziffern Ihrer Rufnummer)
- yesss: +43/699/82/(die letzten 6 Ziffern Ihrer Rufnummer)
- bob: +43/680/77/(Ihre Rufnummer)
Oft lohnt es sich über einen Festnetzanbieter ins Ausland zu telefonieren. Das funktioniert so: Sie wählen sich mit dem Handy bei einem entsprechenden Anbieter zum Festnetztarif ein; Verbindungen in das Festnetz sind bei vielen Handytarifen sehr günstig. Dann geben Sie die gewünschte Auslandsrufnummer ein und Sie werden zu den Tarifen des Festnetzanbieters ins Ausland weitervermittelt. So sparen Sie oft Kosten im Vergleich zu einem direkten Anruf ins Ausland mit dem Handy.
Übersicht von österreichischen Festnetzanbietern:
- Infospot.at: Unter Festnetztarife füllen Sie die vorgegebenen Felder aus und wählen für das jeweilige Land "Mobil", dann erhalten Sie eine Auflistung der Call Through Tarife. Bsp.: Ausgewählte Selektion: Montag - 10.00 bis 11.00 Uhr Ziel: Deutschland Mobil (Stand: 03.09.2009)
- TarifeCheck: Call Through Tarife
Weiterführender Link:
- Arbeiterkammer Wien: Telefonieren ins Ausland - Calling Cards und Call-Through Angebote
Tipp: Registrieren Sie sich nur dann, wenn Sie diese Art des Bezahlens wirklich benötigen bzw. nutzen werden!
Grundsätzlich ist es mit allen Handys möglich, Konzertkarten, Bahntickets etc. zu bestellen (z.B. via SMS). Nach der Überweisung des Rechnungsbetrags (z.B. mittels Erlagschein) wird eine Zutrittsberechtigungsnummer per SMS zugesandt.
Die Vor- und Nachteile des Bezahlens mit dem Handy im Überblick:
Vorteile:
- Einkaufen in Internet-Shops ist ohne Kreditkarte möglich (sofern der Online-Shop das jeweilige Zahlungssystem unterstützt)
Nachteile:
- Bestellung bzw. Bezahlungstransaktionen sind kostenpflichtig
- Kompliziertere Handhabung als das Bezahlen mit Bargeld
- Überblick über Ausgaben geht leicht verloren
- Missbrauch bei Verlust des Handys oder unrechtmäßige Benutzung möglich
- Probleme bei einem Defekt des Handys (z.B. Zug- oder Konzerttickets)
(Quelle: BMSK)
Die Schlichtungsstelle der RTR-GmbH kann Ihnen bei Streitigkeiten mit Ihrem Betreiber helfen. Bevor Sie sich an die Regulierungsbehörde als Schlichtungsstelle wenden, müssen Sie allerdings versucht haben, eine Einigung mit Ihrem Betreiber zu erzielen. Nähere Informationen: RTR Schlichtungsstelle
Konsumentenberatungsstellen:
- Verein für Konsumenteninformation: www.konsument.at (kostenpflichtig)
- Arbeiterkammer Wien: www.akwien.or.at
- Arbeiterkammer Niederösterreich: www.aknoe.at
- Arbeiterkammer Burgenland: www.akbgld.at
- Arbeiterkammer Oberösterreich: www.arbeiterkammer.com
- Arbeiterkammer Steiermark: www.akstmk.at
- Arbeiterkammer Salzburg: www.ak-sbg.at
- Arbeiterkammer Tirol: www.ak-tirol.com
- Arbeiterkammer Vorarlberg: www.ak-vorarlberg.at
- Arbeiterkammer Kärnten: www.akktn.at
- Verbraucherzentrale Südtirol: www.verbraucherzentrale.it
- Internet Ombudsmann: www.ombudsmann.at
Für Fragen zur sicheren und kostengünstigen Nutzung des Handys steht Ihnen die Handywissen.at-E-Mail-Hotline zur Verfügung. Schreiben Sie uns unter beratung(at)handywissen.at!
Beratungsstellen:
- Staatlich anerkannte Schuldenberatungen in Österreich
- Internet Ombudsmann: www.ombudsmann.at
Weiterführende Links:
- Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz: FAQ zu Telefonie und Mehrtwertdiensten (pdf)
- Portal der Arbeiterkammern: Bereich "Telefon" - Falsche Telefonrechnung, Teure Mehrwertdienste und Unbestellte SMS
- Schuldnerberatungen in Österreich: Infos, Tipps, Formulare etc. zum Thema "Schulden"
- Jugendinfo.at: Links & Downloads zu "Schulden und Privatkonkurs"
- JugendService.at: Schuldenfalle Handy










