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Handywissen.at: Das Handy sicher und kostengünstig nutzen.

Notfälle

Was ist der Euro-Notruf?

Die Euro-Notrufnummer lautet 112 und ist inzwischen in allen europäischen Ländern eingeführt. Euro-Notrufe werden von den Mobilfunknetzen als solche erkannt und mit Vorrang behandelt. So erhalten Sie sofort eine sichere Verbindung zu den Einsatzzentralen, auch in Ländern, mit denen es kein Roaming-Abkommen gibt.

 

Auch ohne SIM-Karte oder PIN kann man in vielen Ländern diese Nummern wählen und wird mit einer Leitstelle, in Österreich mit der Polizei, verbunden. Um Missbrauch vorzubeugen, sind in Deutschland Notrufe von einem Handy seit 2009 nur noch mit einer betriebsbereiten SIM-Karte möglich.

 

Bei Auslandsbesuchen außerhalb Europas empfehlen wir, vor der Reise Informationen über die landeseigenen Notrufstellen einzuholen, z.B. bei der Botschaft.

 

Weiterführende Links:

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Was sind die wichtigsten Notrufnummern?

Im Ernstfall entscheiden oft Minuten über Leben und Tod. Wichtig ist, nicht nur rasch Hilfe zu holen, sondern auch gleich die richtige. Speichern Sie daher bitte die wichtigsten Notrufnummern in Ihr Handy ein oder kleben Sie einen Sticker mit den Notrufnummern auf Ihr Handy.

 

Die wichtigsten Notrufnummern: 

  • 112 Euro-Notruf
  • 122 Feuerwehr
  • 133 Polizei
  • 128 Gasgebrechen
  • 140 Bergrettung (in Vorarlberg 144)
  • 141 Ärztenotdienst
  • 144 Rettung
  • 147 »Rat auf Draht« Telefonhilfe für Kinder & Jugendliche
  • 0800/22 25 55 Frauenhelpline
  • 01/406 4343 Vergiftungs-Informations-Zentrale

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Was kostet ein Notruf?

Telefonate zu offiziellen Notrufnummern sind kostenlos, nur ein Anruf bei der Vergiftungs-Informations-Zentrale wird zum Ortstarif abgerechnet.

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Ist ein Notruf auch ohne SIM-Karte möglich?

Nur der Euro-Notruf 112 ist ohne SIM-Karte möglich. Bedenken Sie jedoch, dass ohne SIM-Karte kein Rückruf möglich ist!

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Was ist die IMEI-Nummer eines Handys und welche Funktion erfüllt sie?

Bei der 15-stelligen IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identifier) handelt es sich um eine für jedes Gerät einmalig vergebene Seriennummer. In einigen Ländern, wie etwa den Niederlanden oder Großbritannien, wird sie von der Polizei und den Providern mittlerweile dazu genutzt, um gestohlene Handys zu orten und zu sperren. Dies funktioniert unabhängig von der SIM-Karte und der Rufnummer, sobald das Handy in ein Mobilfunknetz eingebucht ist. Die HandynutzerInnen müssen freilich damit einverstanden sein, dass ihre Daten in einer allen Providern zugänglichen Datenbank gespeichert sind.
Ein positiver Effekt dieser Maßnahmen ist jedenfalls der deutliche Rückgang der Handy-Diebstähle. In anderen Ländern – darunter Österreich – scheuen die Provider noch den damit verbundenen Aufwand und die Kosten.

 

Dennoch ist es – zwecks Diebstahlsanzeige bei der Polizei oder Identifikation eines gefundenen Gerätes – sinnvoll, wenn Sie die IMEI-Nummer Ihres eigenen Handys gesondert notieren. Sie finden die IMEI-Nummer auf der Verpackung, auf dem Typenschild des Handys (meist unter dem Akku) oder auf dem Display, wenn Sie die Tastenkombination *#06# eingeben.

(Quelle: konsument.at: Die IMEI-Nummer)

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Was ist die ICE-Nummer?

ICE ist die internationale Abkürzung für "In Case of Emergency". Die Idee ist, dass HandynutzerInnen einheitlich, und damit auch leicht auffindbar, unter dieser Abkürzung die Nummern im Notfall zu verständigender Personen (z.B. Angehörige) speichern. Im deutschsprachigen Raum wird auch die Abkürzung IN ("Im Notfall") verwendet. Allerdings wird von der Verwendung im Interesse der Einheitlichkeit und vor allem der Verständlichkeit im Ausland abgeraten.

 

So geht's:

Eröffnen Sie auf Ihrem Handy einen neuen Kontakt. Dieser muss mit den Buchstaben ICE beginnen und kann mit einer Beschreibung ergänzt werden, z.B. „ICE – Ehemann“ oder „ICE – Mutter“. Speichern Sie die dazugehörige Rufnummer mit der internationalen Vorwahl (z.B. +43 für Österreich) ab. Informieren Sie die gewählte Person, dass sie als Ansprechperson im Notfall gespeichert ist. Tragen Sie weitere Personen ein, für den Fall dass der erste Kontakt im Notfall nicht abhebt. Wenn Sie mehr als eine ICE-Nummer abspeichern, dann numerieren sie diese z.B. „ICE 1 – [Kontaktperson1]“, „ICE 2 – [Kontaktperson2]“.

 

Beispiele:
ICE1 Ehemann

+43 664 XXX XX XX
ICE2 Mutter
+43 XXXX XXXXX

 

Zu beachten ist allerdings, dass Rettungsdienste selbst in der Regel nicht die Angehörigen verständigen. Ob jemand eine ICE-Nummer in seinem Handy gespeichert hat oder nicht, ist daher für die Qualität der präklinischen Versorgung nicht von Bedeutung. Die Information nutzen können jene, deren Aufgabe es ist, die Angehörigen von Erkrankten oder verletzten Personen zu informieren – nämlich Polizei und Krankenhaus.

 

Die ICE-Nummer ersetzt natürlich nicht das Speichern von Notrufnummern! Siehe auch: Was sind die wichtigsten Notrufnummern?

 

Weiterführender Link:

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Was tun, wenn ich mein Handy verloren habe oder es gestohlen wurde?

Wenn Ihr Handy gestohlen wurde oder Sie es verloren haben, kann es passieren, dass jemand anderer auf Ihre Kosten telefoniert oder andere kostenpflichtige Handy-Dienste nutzt. Es können aber auch noch weitere Kosten anfallen: Das Sperren der SIM-Karte ist beispielsweise oft nur kostenlos, wenn eine Diebstahlsanzeige vorliegt. Ein neues Handy ist meist nicht mehr kostenlos zu bekommen und auch für eine neue SIM-Karte kann Ihr Mobilfunkbetreiber Geld verlangen. Dazu kommen noch der Verlust privater Daten sowie die Gesprächskosten und der Zeitaufwand bis der Schaden wieder behoben ist.

 

Die wichtigsten Tipps: 

  • Lassen Sie Ihr Handy nach Diebstahl oder Verlust sofort sperren! Dann kann niemand mehr mit Ihrer SIM-Karte telefonieren oder sonstige kostenpflichtige Services beanspruchen. Dazu rufen Sie Ihren Netzbetreiber an und geben ihm Ihr Kundenkennwort bekannt. Es ist allerdings mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung zwischen Antrag der Sperre und tatsächlicher Sperre des Anschlusses zu rechnen.
  • Sofort nachdem der Diebstahl entdeckt wurde, sollten Sie auch bei der Polizei Anzeige erstatten. Wichtig ist dabei, die 15-stellige IMEI-Nummer Ihres Handys zu kennen. Diese Seriennummer (unter dem Akku und auf der Originalverpackung angebracht oder mit *#06# abrufbar) kann nicht gelöscht oder entfernt werden, wodurch sich ein Handy zweifelsfrei identifizieren lässt. Siehe auch: Was ist die IMEI-Nummer eines Handys und welche Funktion erfüllt sie?
  • Sperren können Sie nur Vertragshandys und registrierte Wertkartenhandys. Wenn Sie ein nicht-registriertes Wertkartenhandy verlieren, geht auch Ihr Guthaben verloren.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Haushaltsversicherung den Diebstahl oder Verlust Ihres Handy abdeckt.
  • Wenn Sie ein neues Handy und SIM-Karte besorgen möchten, kann es sich lohnen, mit Ihrem Anbieter über ein günstiges Ersatzgerät zu verhandeln. Oder Sie besorgen sich anderswo ein neues Handy ohne Vertrag oder ein gebrauchtes Gerät.


Hotlines zum Sperren des Handys:

  • A1: 0800 / 664 664
  • Orange: 0699 / 70 699
  • T-Mobile: 0676 / 2000 (Vertragshandys), 0676 / 2030 (registrierte Wertkartenhandys)
  • tele.ring: 0800 / 650 650
  • Drei: 0800 / 30 30 30
  • Tele2mobil: 0800 / 240024
  • Bob: 0900 / 680 680 (kostenpflichtig: max. 1,09 Euro/Min)
  • yesss!: 0820 / 810 810
  • Schwarzfunk: 0800 / 650 650
  • eety: +43 (0)681 / 83083
  • eTel: 08000 / 08000

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Welche vorbeugenden Maßnahmen gegen Handydiebstahl sind sinnvoll?

  • Kundenkennwort auswendig lernen. Lassen Sie sich zur Sicherheit auch das Kundenkennwort Ihres Kindes geben, damit im Fall des Verlustes bzw. Diebstahls eine schnelle Sperre möglich ist.
  • In Situationen, wo eine besonders große Gefahr für Diebstähle besteht (z.B. Gedränge auf Einkaufsstraßen, touristische Plätze etc.) und Sie auf keinen wichtigen Anruf warten, schalten Sie Ihr Handy aus. Denn ohne PIN-Code kann auch niemand mit Ihrem Handy telefonieren. Wichtig dafür: PIN-Abfrage aktivieren! Auch wenn es unbequem ist, sollte man das Handy mit der bei jedem Start einzugebenden PIN-Nummer schützen, damit niemand das Gerät unbefugt in Betrieb nehmen kann.
  • Das Mobiltelefon möglichst körpernah und nicht in Außentaschen tragen  besonders, wenn Gedränge herrscht.
  • Handys in Lokalen nicht offen am Tisch, auf der Bank oder der Theke ablegen. Auch wenn Sie sich vornehmen, das Handy im Auge zu behalten, einmal ist man kurz abgelenkt und schon bietet sich für eine/n TäterIn die Gelegenheit zum Diebstahl.
  • Handys auch nicht in Jacken, Mäntel oder Rucksäcke stecken und diese dann an der Garderobe unbeaufsichtigt lassen. Auch im Pkw offen liegende Handys verleiten Diebe dazu, auch gleich das Auto zu demolieren und noch andere Gegenstände mitzunehmen.
  • Die Geheimzahlen PIN oder PUK weder auf dem Handy noch auf der SIM-Karte notieren.
  • Am Handy-Display den Hinweis Polizei registriert programmieren.
  • Für teurere Handys empfiehlt sich eventuell eine Versicherung, die zum Teil direkt von den Netzbetreibern angeboten wird. Zumindest das Gerät wird in Falle eines Diebstahls dann gratis ersetzt, für entstehende Gesprächskosten durch Unbefugte sind allerdings Selbstbehalte zu zahlen.
  • Lassen Sie Ihr Wertkartenhandy beim Netzbetreiber registrieren. So haben Sie nach einem Diebstahl oder Verlust die Möglichkeit einer SIM-Kartensperre.
  • Notieren Sie sich die Seriennummer Ihres Handys (15-stellige IMEI-Nummer) für die Anzeige bei der Polizei z.B. auf der Handywissen.at-Notfallskarte, die Sie aus dem Elternratgeber Handy herausnehmen können.
  • Daten sichern: Ist das Handy weg, gehen auch die auf der SIM-Karte gespeicherten Daten (etwa Telefonnummern) verloren. Deshalb sollten Sie eine Kopie Ihrer Kontakte machen. Bei vielen Handys können Sie mit entsprechender Software die Daten zum PC oder PDA übertragen. Zur Not helfen auch Papier und Stift.

 

Weiterführende Links:

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Wie kontaktiere ich den Euro-Notruf 112?

Wählen Sie einfach den Euro-Notruf 112. Wenn Sie keinen Empfang haben und der Notruf nicht verbunden wurde, schalten Sie das Handy aus und wieder ein und wählen Sie 112 (anstatt den PIN einzugeben).

 

Nach dem Wählen des Euro-Notrufs sucht sich das Handy automatisch das Mobilfunknetz mit dem besten Empfang und stellt die Verbindung zur nächsten Sicherheitszentrale her. Falls Sie noch immer keinen Empfang haben, wechseln Sie den Standort und wählen Sie in regelmäßigen Abständen 112.

 

Bitte beachten Sie, dass bei einem Euro-Notruf Ihre Rufnummer nicht immer automatisch übertragen wird. Legen Sie daher bitte erst auf, wenn Sie von den Einsatzkräften dazu aufgefordert werden.

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Welche Informationen muss ein Notruf enthalten?

Geben Sie einen exakten und klaren Unfallbericht. Geben Sie zur Sicherheit Ihre Handynummer an und legen Sie bitte erst auf, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Die 5 W-Fragen sind eine gute Gedächtnisstütze:

  1. Was ist passiert?
  2. Wann ist es passiert?
  3. Wo ist es passiert?
  4. Wie viele Verletzte?
  5. Wer meldet?

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Was ist bei einem Notfall konkret zu tun?

Die vier wichtigsten Schritte sind:

 

  1. Bergen aus der Gefahrenzone
  2. Überprüfen der lebenswichtigen Funktionen, wenn nötig schon Einleiten lebensrettender Sofortmaßnahmen
  3. Alarmieren von Hilfe (Beachten Sie dabei die 5 W-Fragen)
  4. Erste Hilfe leisten und bis zum Eintreffen der Hilfskräfte warten

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